Interkulturelle Pädagogik

Unterschiedliche Kulturen und Sprachen spielen in unserer Gesellschaft eine große Rolle. Daher betrifft die interkulturelle Pädagogik nicht nur Kinder mit Migrationshintergrund, sondern ALLE, denn jeder einzelne ist Teil der Gesellschaft, unabhängig von seinen Wurzeln. Zudem versteht sich interkulturelle Pädagogik nicht als Projekt oder Angebot in der Einrichtung, sondern als ein unermesslicher gesellschaftlicher Wert, der ständig in allen Bereichen gelebt wird. Ihr liegen vor allem zwei Prinzipien zu Grunde: die Gleichheit und die Anerkennung. (Auernheimer 2003)

Auch bei uns in der KiTa haben wir das Glück, von einer interkulturellen Vielfalt profitieren zu dürfen. Wir sind uns über das große Lernpotenzial bewusst, dass die Kinder aus ihren Familien mit in die Einrichtung bringen und nehmen die großen Chancen und die Bereicherung, die uns die Kinder bieten, an und greifen sie in unserem Alltagsgeschehen auf. Wir möchten den Kindern eine bewusste Begegnung mit Kulturen, eine reflektiere Auseinandersetzung über die Unterschiede und eine offene und interessierte Haltung vorleben und sie in ihrer Neugier bestärken. Dies setzt eine aktive Unterstützung von Seiten des Pädagogen voraus. So gilt es, die vielfältigen Lern- und Entwicklungschancen in einer multikulturell und mehrsprachig zusammengesetzten Kindergruppe wahrzunehmen und gezielt für die Entwicklung interkultureller Kompetenzen und kultureller Aufgeschlossenheit zu nutzen.

Zusammenfassend sind konkrete Ziele der interkulturellen Pädagogik eine Förderung des Verständnisses unterschiedlicher Perspektiven, eine Ambiguitätstoleranz und Abbau, bzw. nicht entstehen lassen etwaiger Vorurteile gegenüber anderen Kulturen.

 

Das Anderssein der anderen
als Bereicherung des eigenen Seins begreifen;
sich verstehen,
sich verständigen,
miteinander vertraut werden,
darin liegt die Zukunft der Menschheit.

Rolf Niemann