Unser Bild vom Kind

„Kinder sind aufmerksame Beobachter ihrer Umwelt. Sie setzen all ihre Fähigkeiten ein, um sich einen Zugang zur Welt zu verschaffen. Während sie die Welt entdecken, entstehen viele Fragen, auf die sie dann Antworten suchen. Dabei benutzen sie ihre genauen Beobachtungen und ihr bisher vorhandenes Wissen. Sie lernen über ihre eigenen Erfahrungen und über die aktive Auseinandersetzung mit der Umwelt. Von daher ist "Lernen im frühen Kindesalter nicht die Übertragung von Wissen, sondern das Konstruieren, Testen und Rekonstruieren von eigenen Theorien, wobei immer neues Wissen entsteht." (MOOS, 2004)

„Jedes Kind, jeder Mensch hat eine ganz eigene Art und Weise, sich die Welt handelnd und denkend zu erschließen und in ihr zu agieren. Damit jedes Kind seine individuellen Potenziale entfalten kann, braucht es eine Umgebung, die durch ihre Vielfalt, Offenheit und Flexibilität die vielfältigen kindlichen Zugangs- und Ausdrucksweisen ermöglicht und zulässt. So können Kinder ihre individuellen Wege und Möglichkeiten entwickeln, sich die Welt anzueignen und dabei Aufgaben und Probleme lösen, die sich ihnen aufgrund ihrer Erfahrungen in Ihrer Umwelt stellen. Entsprechend geht es (…) nicht um ein "Lehren im klassischen Sinne, sondern um das Begleiten, Anstoßen und Herausfordern von kindlichen Bildungsprozessen." (ALEMZADEH, ROSENFELDER, 2008)